Im Oktober 2018 wurde der gesetzliche Mindestlohn für die Jahre 2019 und 2020 festgesetzt.

Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn erhöht sich ab dem 01.01.2020 auf EUR 9,35 pro Stunde.

Neben dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn gibt es zahlreiche Branchen-Mindestlöhne, die von Gewerkschaften und Arbeitgebern in einem Tarifvertrag ausgehandelt und von der Politik als verbindlich erklärt werden. Branchen-Mindestlöhne gelten für alle Betriebe der Branche, auch für die, die nicht tarifgebunden sind. Wenn Sie hiervon betroffen sind, erkundigen Sie sich rechtzeitig bei den Gewerkschaften, ob Sie den Stundenlohn erhöhen müssen.

Der gesetzliche Mindestlohn gilt nicht für:

  • Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung
  • Auszubildende – unabhängig von ihrem Alter – im Rahmen der Berufsausbildung
  • Langzeitarbeitslose während der ersten sechs Monate ihrer Beschäftigung nach Beendigung der Arbeitslosigkeit
  • Praktikanten, wenn das Praktikum verpflichtend im Rahmen einer schulischen oder hochschulischen Ausbildung stattfindet
  • Praktikanten, wenn das Praktikum freiwillig bis zu einer Dauer von drei Monaten zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder Aufnahme eines Studiums dient
  • Jugendliche, die an einer Einstiegsqualifizierung als Vorbereitung einer Berufsausbildung oder an einer anderen Berufsbildungsvorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz teilnehmen
  • Ehrenamtlich Tätige

Die Mindestlohn-Kommission wird Mitte 2020 eine Empfehlung für die weitere Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ab 01.01.2021 aussprechen. Sofern die Bundesregierung dieser Empfehlung zustimmt und umsetzt, werden wir Sie darüber informieren.