Der Bundesfinanzhof hat in seinem Ablehnungsbeschluss vom 29.03.2022 gegen eine Nichtzulassungsbeschwerde seine Rechtsprechung konkretisiert: die Einkünfteerzielungsabsicht in Form der Überschusserzielungsabsicht wird als das subjektive Tatbestandsmerkmal bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung angesehen. Ein kleiner Hinweis dazu: zur Abgrenzung der dauerhaften Vermietung von Liebhaberei ist es notwendig, dass die Absicht besteht, einen Überschuss der Einnahme über die Ausgaben auf die Dauer der Nutzung der Einkunftsquelle zu erzielen.

Nach dem Einkommensteuergesetz sind grundsätzlich Kosten für ein Arbeitszimmer sowie die Kosten für dessen Ausstattung abzugsfähig, wenn dem Arbeitnehmer oder auch Unternehmer kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Seit Beginn der Corona-Pandemie kann für das häusliche Arbeitszimmer aber eine andere Abzugsregelung mit Pauschalbeträgen geltend gemacht werden. Dabei besteht nicht die Voraussetzung, dass kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Wegen der Verhinderung der Ansteckungsgefahr an Corona kann der Arbeitgeber die sog. Homeoffice-Pflicht anordnen bzw. sie selbst in Anspruch nehmen.

Diese und weitere Neuerungen bzw. Regelungen finden Sie in der Mandanten Monatsinformation von August 2022.